Rudolf Brockhaus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu:  Navigation,  Suche
 
 
Rudolf Brockhaus
(1856–1932)

Rudolf Brockhaus (*  13. Februar  1856 in  Elberfeld; †  19. September  1932 ebenda) war ein deutscher  Prediger und Bibelausleger der  Brüderbewegung. Nach ihm ist der  R. Brockhaus Verlag benannt.

Inhaltsverzeichnis

[ Bearbeiten] Leben

Rudolf Brockhaus war das fünfte Kind von  Carl Brockhaus, dem Gründervater der deutschen  Brüderbewegung, und seiner Frau Emilie geb. Löwen.

Nach dem Abitur absolvierte Rudolf Brockhaus in  Mülheim an der Ruhr und Elberfeld eine technische Lehre, bevor er als  Einjährig-Freiwilliger in das  Grenadier-Regiment „Königin Olga“ in  Stuttgart eintrat. Während dieser Zeit übernahm er in der Stuttgarter („geschlossenen“) Brüdergemeinde erste Predigtaufgaben. Dadurch ermutigt, gab er seinen ursprünglichen Plan, im Anschluss an seinen Militärdienst eine höhere Bauschule zu besuchen, auf und trat in den Verlag seines Vaters ein, wo er bald die Schriftleitung der evangelistischen Zeitschrift Samenkörner übernahm und an der laufenden Überarbeitung der  Elberfelder Bibel mitwirkte. Daneben versah er in zunehmendem Maße Predigt- und Seelsorgerdienste in den Brüdergemeinden, z.T. noch gemeinsam mit älteren „Brüdern“ (so begleitete er einmal  John Nelson Darby auf einer Reise in die  Schweiz).

1881 heiratete er Therese Scheidt (1858–?) aus Mülheim, die Tochter seines ehemaligen Ausbilders. Aus der Ehe gingen zwölf Kinder hervor.

Um 1890 übernahm Rudolf Brockhaus von seinem Vater die Herausgabe des Botschafters des Heils in Christo, der führenden Lehrzeitschrift der deutschen „geschlossenen Brüder“. 1894 ließ er den väterlichen Verlag unter dem Namen  R. Brockhaus Verlag erstmals gerichtlich eintragen.

In den folgenden knapp vier Jahrzehnten bis zu seinem Tod etablierte sich Rudolf Brockhaus als maßgebliche Führerpersönlichkeit der „geschlossenen Brüder“ in Deutschland. Durch seine zahlreichen Aufsätze im Botschafter, die oft auch als Separatdrucke erschienen, sowie durch seine schriftlichen Auseinandersetzungen mit andersdenkenden Christen (z.B. mit den  Freien evangelischen Gemeinden 1912/13 oder mit den „offenen Brüdern“ 1920–27) prägte er Theologie und Selbstverständnis der „geschlossenen Brüder“ nachhaltig. Sein klarer und systematischer Stil macht seine Schriften für viele „geschlossene Brüder“ bis heute zu Standardwerken. Auch als Liederdichter und Liedübersetzer trat er hervor; in den von den meisten Brüdergemeinden verwendeten Liederbüchern Geistliche Lieder und Glaubenslieder sind elf Texte von ihm enthalten.

Nach Rudolf Brockhaus’ Tod übernahm sein ältester Sohn  Wilhelm (1882–1964) die Leitung des Verlags und die Redaktion des Botschafters, ohne allerdings eine vergleichbare Lehrautorität auszuüben.

[ Bearbeiten] Schriften (Auswahl)

Alle Schriften erschienen im  R. Brockhaus Verlag, Elberfeld.

[ Bearbeiten] Literatur

[ Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten 
Aktionen 
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge