R. Brockhaus Verlag

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Dieser Artikel erläutert den evangelikalen Verlag; zu anderen Bedeutungen (z.B. die in einem anderen Verlag erscheinende Enzyklopädie) siehe  Brockhaus.

Der R. Brockhaus Verlag ist ein in  Witten ansässiges christliches Medienunternehmen  evangelikaler Prägung. Im Jahr 2000 wurde er in SCM R. Brockhaus umbenannt und ist Teil der  Stiftung Christliche Medien. [1]

Inhaltsverzeichnis

[ Bearbeiten] Firmengeschichte

Die Geschichte des Verlags begann 1853 in  Elberfeld mit der Herausgabe der Zeitschrift Der Botschafter in der Heimath und des Liederbuchs Kleine Sammlung geistlicher Lieder durch  Carl Brockhaus (1822–1899), den Gründervater der  Brüderbewegung in Deutschland. Weitere Schriften folgten, darunter ab 1855 die  Elberfelder Bibel.  Rudolf Brockhaus (1856–1932), der Sohn des Gründers, ließ den Verlag 1894 unter dem Namen „R. Brockhaus Verlag Elberfeld“ erstmals gerichtlich eintragen (bei der Zusammenführung der beiden Städte Elberfeld und  Barmen 1928 änderte sich die Verlagsbezeichnung in „R. Brockhaus Verlag Wuppertal-Elberfeld“). Bis 1937 war der Verlag fest im „geschlossenen“ Teil der deutschen Brüderbewegung verwurzelt und konnte als deren offizieller Gemeindeverlag gelten.

Nach Rudolf Brockhaus’ Tod wurde der Verlag 1932 in dritter Generation von seinem Sohn Wilhelm Brockhaus (1882–1964) übernommen. Das Verbot der „geschlossenen“ Brüdergemeinden 1937 und der Zusammenschluss mit den „offenen“ Brüdergemeinden im selben Jahr sowie mit den  Baptisten 1941 führte zu einer ersten Öffnung für Literatur von außerhalb der Brüderbewegung. Während des  Zweiten Weltkrieges 1943 fiel das Verlagsgebäude mit sämtlichen Lagerbeständen den  Luftangriffen auf Wuppertal zum Opfer.

Nach Kriegsende begann Wilhelm Brockhaus mit dem Wiederaufbau. 1949 übergab er die Verlagsleitung seinem Sohn Rolf Brockhaus (1909–2001), der das Angebot in den folgenden Jahren beträchtlich erweiterte und dabei Autoren aus dem gesamten  evangelikalen Spektrum berücksichtigte, sodass der Charakter als Gemeindeverlag der Brüderbewegung weitgehend in den Hintergrund trat. Während dieser Zeit wurde die Kommentarreihe  Wuppertaler Studienbibel begonnen (hrsg. von  Fritz Rienecker und  Werner de Boor, ab 1953), das Lexikon zur Bibel veröffentlicht (hrsg. von Fritz Rienecker, 1959/60) und eine durchgreifende Revision der Elberfelder Bibel in Angriff genommen, die 1974 (Neues Testament) bzw. 1985 (Altes Testament) abgeschlossen wurde.

1970 zog der Verlag nach  Haan-Gruiten um, firmierte aber weiterhin unter dem Namen „R. Brockhaus Verlag Wuppertal“. 1974 fand ein weiterer Wechsel in der Geschäftsführung statt: Ulrich Brockhaus (* 1936) übernahm die Firma in fünfter Generation.

Als 1998 kein Nachfolger aus der Familie Brockhaus mehr zur Verfügung stand, kam es zum Zusammenschluss mit dem  Bundes-Verlag in  Witten und 2000 zum Eintritt beider Verlage in die  Stiftung Christliche Medien. 2004 zog der R. Brockhaus Verlag auch räumlich mit dem Bundes-Verlag zusammen. Geschäftsführer ist  Frieder Trommer ehemaliger Geschäftsführer von  ProChrist und seit 2006 Geschäftsführer aller Verlage, Firmen und Buchhandlungen der Stiftung Christliche Medien.

Im Rahmen der „Theologischen Verlagsgemeinschaft (TVG)“ kooperiert der R. Brockhaus Verlag mit dem  Brunnen Verlag mit dem Ziel, wissenschaftliche Publikationen aus dem Spektrum evangelikaler Theologie zu veröffentlichen.

[ Bearbeiten] Literatur

[ Bearbeiten] Weblinks

[ Bearbeiten] Einzelnachweis

  1.    Webseite der Stiftung Christliche Medien
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